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Verwirrende Werte bei Dämmungen

 

Lambda, U-Wert, µ, sD-Wert, Diffusionsoffen, Luftdicht, Wärmebrücke,… Werte und Begriffe, die im Zusammenhang mit Dämmkonstruktionen häufig verwendet werden und von höchster Wichtigkeit sind.
 

Das bauphysikalische Zusammenspiel der unterschiedlichen Komponenten einer Dämmkonstruktion bzw. eines Bauteils entscheidet, ob eine Dämmung Ihre Funktion optimal erfüllt oder ob Bauschäden entstehen. Im Bewusstsein dessen sind sämtliche Produkte bzw. Kombidämmungen von alpor auf die jeweiligen bauphysikalischen Erfordernisse abgestimmt.

In der Bilderleiste finden Sie kurze Erklärungen zu den am häufigsten verwendeten Begriffen aus dem Bereich Dämmstoffe.

U-Werte - je niedriger umso besser

U-Werte - je niedriger umso besser

Je kleiner der U-Wert, umso besser ist die Dämmwirkung. Der U-Wert (vormals k-Wert) bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizient. Er drückt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil aus und wird in W/(m²K) angegeben.

Je kleiner der U-Wert, umso besser ist die Dämmwirkung.

Lambda-Wert - je geringer desto höher die Dämmwirkung

Lambda-Wert - je geringer desto höher die Dämmwirkung

Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) spiegelt die materialspezifische Wärmedämmung wider. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) umso besser ist die Dämmwirkung. Beispielsweise sind die Energieverluste bei Lambda 0,039 um ca. 35% höher, als bei Lambda 0,030. Ein Leben lang.

Wärmebrücken und Schimmel

Wärmebrücken und Schimmel

Wärmebrücken (fälschlicherweise häufig als Kältebrücke bezeichnet) sind Stellen bzw. Bereiche mit niedrigerer Oberflächentemperatur. Feuchte Raumluft kann an der kühlen Oberfläche kondensieren, die Oberfläche wird feucht, es bilden sich gefährliche Schimmelpilze.

Wärme steigt auf - hohe Energieverluste am Dach

Wärme steigt auf - hohe Energieverluste am Dach

Als Transmissionsverluste bezeichnet man den Wärmeverlust der Bauteile eines Hauses, welcher sich durch den Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) ergibt. Der Dachdämmung kommt dabei besondere Bedeutung zu, da die Transmissionsverluste pro m² Dachfläche durch aufsteigende Wärme 2,3 - 2,5 mal höher sind, als pro m² Wandfläche. Daher sollte die Dachfläche besonders gut gedämmt werden.

Diffusion

Diffusion

Diffusion ist die „Wasserdampf-Wanderung“ von warm nach kalt. Der Wasserdampfdiffusionswiderstand wird als sD-Wert in m angegeben und resultiert aus der materialspezifischen Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ und der Materialstärke. Der sD-Wert definiert die „Atmungsaktivität“ von Baustoffen und Folien. Je geringer der sD-Wert, umso diffusionsoffener ist ein Stoff.

Luftundichtigkeit und Kondenswasser

Luftundichtigkeit und Kondenswasser

Luftundichtigkeiten führen zu gefährlicher Wasserdampfkonvektion. Feuchte, warme Raumluft strömt bei kalter Witterung durch Bauteilfugen und den Dämmstoff hindurch nach außen, es entstehen im Taupunktbereich des Dämmstoffes sehr große Mengen Kondenswasser.

Dampfbremse ist nicht Dampfsperre

Dampfbremse ist nicht Dampfsperre

Dampfbremsen und Dampfsperren sind Folien und bilden die luftdichte Ebene einer Dämmkonstruktion. Dampfbremsen begrenzen die Diffusion von Wasserdampf in die Wärmedämmung, sie sind diffusionshemmend und atmungsaktiv. Dampfsperren unterbinden die Diffusion von Wasserdampf in die Wärmedämmung, sie sind diffusionsdicht und weisen keine Atmungsaktivität auf.

 

 

Mehr zum Thema "Verwirrende Werte" 

Nachstehend finden Sie eine detaillierte Darstellung mit Erläuterungen zu den am häufigsten

verwendeten Begriffen aus dem Bereich Dämmstoffe.

 

U-Wert

Der U-Wert (vormals k-Wert) bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizient. Er drückt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil aus und wird in W/(m²K) angegeben. Der U-Wert gibt Auskunft darüber, welche Energieleistung pro m² des Bauteiles auf einer Seite erforderlich ist, um 1 Kelvin Temperaturdifferenz aufrecht zu erhalten und spiegelt damit die Dämmwirkung eines Bauteiles wider.

Je kleiner der U-Wert, desto geringer ist der Energieverlust d.h. umso besser ist die Dämmung.

Lassen Sie sich nicht von kleinen Zahlensprüngen täuschen. Weist die Dachschrägendämmung einen U-Wert von 0,2 W/m²K auf, sind die gesetzlichen Anforderungen gemäß Bauordnung erfüllt und entspricht einem Dämmstandard wie vor 10 Jahren. Im Vergleich dazu: 0,13 W/m²K entspricht Niedrigenergiehaus, 0,10 W/m²K entspricht Passivhaus.

Lassen Sie sich bei der U-Wert Berechnung nicht täuschen!
U-Wert Berechnungen ohne Berücksichtigung der Holzanteile sind ein beliebtes Mittel zur Täuschung von Konsumenten und schlichtweg falsch. Holz hat eine wesentlich geringere Dämmwirkung als Dämmstoffe und ist eine massive Schwachstelle (Wärmebrüche) einer Dämmkonstruktion. Daher muss bei U-Wert Berechnungen die Abminderung der Dämmwirkung durch Holzanteile gemäß ÖN EN ISO 6946 berücksichtigt werden.

 

Wärmeleitfähigkeit bzw.  Lambda - Wert: W/(mK)

Die Wärmeleitfähigkeit ist eines der wichtigsten Kriterien zur Beurteilung der Qualität eines Dämmstoffes. Sie gibt Auskunft über die materialspezifische Dämmwirkung. Die Wärmeleitfähigkeit gibt den Wärmestrom, der durch eine 1m dicke und 1m² große Schicht eines Stoffes (z.B. eines Dämmstoffes) bei 1 Kelvin (K) Temperaturunterschied geht.

Je geringer die Wärmeleitfähigkeit (je niedriger der Wert) und damit der Wärmestrom (=Wärmeverlust) umso besser ist die Dämmwirkung.

Auch hier gilt: lassen Sie sich nicht von den kleinen Zahlensprüngen täuschen. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob ein Dämmstoff ein Lambda von 0,039, 0,035 oder 0,030 aufweist. Beispielsweise sind die Energieverluste bei Lambda 0,039 um ca. 35% höher, als bei Lambda 0,030.

 

Wärmebrücke

Wärmebrücken (fälschlicherweise häufig als Kältebrücke bezeichnet) sind Stellen bzw. Bereiche mit einem kleineren Wärmedurchlasswiderstand als benachbarte Teile, z.B. Wandoder Deckenteile. Charakteristisch für Wärmebrücken ist, dass es im Bereich der Rauminnenseite zu einer Absenkung der Oberflächentemperatur kommt. Feuchte Raumluft kann an der kühlen Oberfläche kondensieren, die Oberfläche wird feucht, es bilden sich gefährliche Schimmelpilze. Typische Wärmebrücken bei Dachschrägendämmungen sind Holzunterkonstruktionen wie Aufdoppelungen oder Kanthölzer. Die Begründung: Holz verfügt nur über einen Bruchteil der Dämmwirkung eines Dämmstoffes. Dies kann anhand des Lambda - Wertes dargestellt werden. Buchenholz weist beispielsweise einen Lambda-Wert von 0,2 W/(mk) auf. Im Vergleich dazu der Lambda-Wert von alpor plus: 0,030 W/(mk).

 

Diffusion & Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl

Wasserdampfdiffusion stellt aus einer bauphysikalischen Perspektive eine Gasdiffusion dar. Es handelt sich dabei um die „Wasserdampf-Wanderung“ in Richtung des Stoffes mit geringerer Feuchtigkeit infolge eines Dampfdruckgefälles bzw. einer Differenz der Dampfkonzentration.

Warme Luft weist einen höheren Feuchtegehalt als kalte Luft auf, weswegen die „Wasserdampf-Wanderung“ immer von warm nach kalt stattfindet. Daher kann ein Dämmstoff im Winter keine Feuchtigkeit in das Rauminnere abgeben. Wesentlich für die Diffusion ist die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl (μ) welche jenen Widerstand definiert, den ein Stoff der „Wasserdampf-Wanderung“ entgegensetzt. Je niedriger diese Zahl ist, desto diffusionsoffener ist ein Stoff.

Häufig verwendetes Synonym für Diffusion ist die „Atmungsaktivität“, welche mit luftdicht nicht verwechselt werden darf.

In Abhängigkeit der Stoffdicke (z.B. Plattenstärke, Folienstärke, etc.) und der materialspezifischen Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ ergibt sich der sD-Wert, ausgedrückt in Meter. Dieser wird ebenfalls als Maß für den Widerstand der „Wasserdampf- Wanderung“ herangezogen. alpor Dämmplatten weisen beispielsweise sD-Werte zwischen 5 und 14 Meter auf, sind daher so diffusionsoffen, atmungsaktiv wie Fichtenholz. Im Vergleich dazu haben konventionelle Dampfbremsen sD-Werte zwischen 5 und 20m. Eine Dampfsperre (diffusionsdicht) verfügt über einen sD-Wert in Höhe von 1.500 m.

 

Luftdichtigkeit & Wasserdampfkonvektion

Luftdicht darf mit diffusionsdicht nicht verwechselt werden. Beispielsweise sind alpor Wärmedämmungen hoch luftdicht, gleichzeitig so diffusionsoffen wie Fichtenholz. Ist eine Dämmkonstruktion luftdicht, besagt dies, dass keine schädlichen Luftströmungen wegen Leckagen auftreten. Derartige Leckagen verursachen unkontrollierten Luftwechsel und damit verbunden eine massive Reduktion der Dämmwirkung.

So gehen beispielsweise 35% der Heizenergie eines durchschnittlichen Einfamilienhauses wegen Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle (Zugluft) verloren. Derartige Leckagen führen ebenfalls zu gefährlicher Wasserdampfkonvektion. Letztere bezeichnet den Luftzug von feuchter, warmer Raumluft bei kalter Witterung durch Bauteilfugen und den Dämmstoff hindurch nach außen.

Als Folge entstehen im Taupunktbereich des Dämmstoffes sehr große Mengen Kondenswasser, welches in die Wärmedämmung einsickert und diese durchfeuchtet. Beispielsweise kann eine 1mm Breite Fuge (z.B. in einer Dampfbremse) pro lfm. und pro Tag ca. 360 g bzw. 0,36 Liter Wasser in eine Dämmkonstruktion transportieren. Massive Bauschäden und gefährlicher Schimmel sind die Folge. Unser einzigartiges System zur Herstellung der luftdichten Ebene schützt Sie sicher vor feuchtebedingten Bauschäden.

 

Transmissionsverluste

Als Transmissionsverluste bezeichnet man den Energieverlust der Bauteile eines Hauses, der aufgrund des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) entsteht. Ziel einer Wärmedämmung ist es, derartige Transmissionsverluste auf ein Minimum zu reduzieren. Der Dach- und Geschossdeckendämmung kommt dabei besondere Bedeutung zu, da die Transmissionsverluste pro m² Dachfläche oder Geschossdecke 2,3 - 2,5 mal höher sind, als pro m² Wandfläche. Wie jedes Kind weiß: Wärme steigt auf. Daher sollte die Dachfläche oder oberste Geschossdecke besonders gut gedämmt werden.

 

Dampfbremse / Dampfsperre

Dampfbremsen und Dampfsperren sind Folien und bilden die luftdichte Ebene einer Dämmkonstruktion. Dampfbremsen begrenzen die Diffusion von Wasserdampf in die Wärmedämmung, sie sind diffusionshemmend. Dampfsperren sind diffusionsdicht und unterbinden die Diffusion von Wasserdampf in die Wärmedämmung.

Der Nachteil von Dampfsperren: wenn geringe Feuchtigkeit durch Leckagen der Folie oder von außen in die Dämmkonstruktion eindringt, kann der Dämmstoff in den Sommermonaten nicht austrocknen und bleibt feucht.

 

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